Caritas Allgäu

Leitbild

Unser Leitbild

Caritasarbeit ist für uns nicht nur ein Job.
Caritas bedeutet übersetzt "Nächstenliebe".
Menschliche Not - körperliche, geistige, seelische und materielle - erfordert mitmenschliche Hilfe.
Die Hinwendung zu Hilfebedürftigen und die Solidarität mit ihnen ist praktizierte Nächstenliebe.
Dies ist Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Christen am Beispiel Jesu Christi.
Dies verstehen wir auch als unsere Aufgabe.

Wir verstehen uns als Anwalt und Partner sozial benachteiligter Menschen unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit, Nationalität und Lebenssituation.
Wir achten die Würde jedes Menschen.
Mitmenschliche Wertschätzung prägt unser Handeln.
Wir berücksichtigen und fördern die jedem Menschen gegebenen Fähigkeiten.
Wir nehmen Verantwortung wahr und leisten unsere Dienste professionell.
Unser Beruf ist unsere Berufung.

 

Unser Leitbild versucht in einfachen Sätzen das Wesen unseres Dienstes auszudrücken.

In der Reihe „Tiefenbohrung“ bieten wir Ihnen zu den Aussagen ein kurzes Zitat einer Person an, welche ihr Christsein mit den Alltagsaufgaben ihres jeweiligen Lebens vorbildlich verknüpft hat.

Den Anfang macht ‚Die andere Heilige’ Madeleine Delbrêl. Die meisten Zitate sind nachzulesen in: Katja Boehme, Madeleine Delbrêl. Die andere Heilige, Verlag Herder, 2004.

 

Wer war Madeleine Delbrêl?

Geboren 1904 in Mussidan/Südfrankreich wächst sie in einer antiklerikalen Umgebung auf und ist, obwohl getauft, bis zu ihrem 20. Lebensjahr überzeugte Atheistin.

Mit 19.Jahren verlobt sie sich, doch ihr Verlobter verlässt sie und tritt dem Dominikanerorden bei. Sie erkrankt schwer und droht zu verbittern. Erste Begegnungen mit gläubigen Christen, die ihr einen neuen Lebenssinn geben, führen 1924 zu ihrer Bekehrung.

1926 integriert sie sich in das Leben einer kath. Gemeinde und trägt sich mit dem Gedanken Karmeliterin zu werden. Doch sie erkennt, dass Gott einen anderen Weg für sie vorgesehen hat.

Sie macht eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin und nimmt sich der Not der Arbeiter an.

1933 gründet sie mit zwei Freundinnen eine Gemeinschaft in Ivry, der ersten von Kommunisten regierten Stadt in Frankreich.

Sie nimmt Kontakt mit den kommunistischen Vertretern auf und unterstützt deren Bewegung “Ausgestreckter Arm“. Dadurch gerät sie in die Kritik der Kirchenleitung.

Die damals aufkommende Bewegung der Arbeiterpriester findet ebenfalls ihre Unterstützung.

Sie wird zur Vorbereitung des Zweiten Vatikanischen Konzils hinzugezogen und Bischöfe suchen ihren Rat.

Madeleine Delbrêl lebt die Nächstenliebe ohne wenn und aber, keiner wird an ihrer Tür abgewiesen.

Sie schreibt mehrere Bücher. Das bekannteste ist der “Kleine Mönch”, die Lebensweisheiten eines kleinen Mönches.

Man nennt sie „Missionarin der Straße“
1964 stirbt sie an den Folgen eines Schlaganfalls.
1998 spricht Papst Johannes Paul II. sie selig.

 

Tiefenbohrung

Caritasarbeit ist für uns nicht nur ein Job.
Caritas bedeutet übersetzt "Nächstenliebe".

“.....Dann, ein Hoch auf die Ferien! Die Ferien von allen Lehrbüchern, welche die

Liebe zweiteilen in Gebet und Handeln, als ob man handeln könnte ohne zu beten

und beten, ohne zu handeln.....“

Menschliche Not - körperliche, geistige, seelische und materielle - erfordert mitmenschliche Hilfe.
Die Hinwendung zu Hilfebedürftigen und die Solidarität mit ihnen ist praktizierte Nächstenliebe.

“.....Der Christ ist geladen — geladen wie eine elektrische Batterie - mit einem

Leben. Dieses Leben ist ihm von Gott geschenkt für die Welt. Es ist eine Gabe

an die Welt durch ihn hindurch.....“

Dies ist Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Christen am Beispiel Jesu Christi.
Dies verstehen wir auch als unsere Aufgabe.

„Gottes- und Nächstenliebe ist für uns nur eine einzige Bewegung.“

Wir verstehen uns als Anwalt und Partner sozial benachteiligter Menschen unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit, Nationalität und Lebenssituation.

“.....Wahrhaft lieben heißt, sich jemand anderem schenken, damit er immer mehr er

selbst werde.....“

Wir achten die Würde jedes Menschen.
Mitmenschliche Wertschätzung prägt unser Handeln.

„Es fiele einem leichter, bei Menschen zunächst etwas zu entdecken, was sie ein

wenig sympathisch macht und sie dann zu lieben.

Das ist genau das Gegenteil von dem, was von uns verlangt wird.....“

Wir berücksichtigen und fördern die jedem Menschen gegebenen Fähigkeiten.
Wir nehmen Verantwortung wahr und leisten unsere Dienste professionell.
Unser Beruf ist unsere Berufung.

“.....Mit einer bestimmten Art seines Verhaltens lehrt uns der Herr, dass

Barmherzigkeit sich ganz und gar von Verliebtheit unterscheidet. Sie lässt uns

wissen, welche Liebe uns liebt und mit welcher Liebe wir lieben sollen.

Sie lehrt uns zugleich, dass Nächstenliebe nicht das liebt, was wir liebenswert

finden, sondern was Gott liebenswert macht, dass Nächstenliebe das liebt, was wir

nicht lieben.....“