Caritas Allgäu

Begleiteter Umgang

Jedes Kind hat Recht auf den Umgang mit beiden Elternteilen. Der begleitete Umgang ist ein unterstützendes Angebot für Familien, die nicht mehr zusammen leben, aber weiterhin den Kontakt und die persönliche Beziehung von beiden Elternteilen zum Kind aufrecht erhalten wollen, dies aber alleine nicht mehr schaffen.

Unser Dienst für Sie:

  • Anbahnung, Wiederherstellung, Begleitung von Eltern-Kind Kontakten in schwierigen Trennungssituationen

  • Unterstützung und Förderung der Beziehung zum Elternteil mit dem das Kind nicht zusammenlebt.

Diese Dienste werden in Kooperation mit dem zuständigen Jugendamt ausgeübt.

 

Zum Wohl des Kindes

Jedes Kind hat Recht auf den Umgang mit beiden Elternteilen. Der begleitete Umgang ist ein unterstützendes Angebot für Familien. Zum Wohl des Kindes soll der Kontakt und die persönliche Beziehung von beiden Elternteilen zum Kind aufrecht erhalten werden.

Zum Wohl des Kindes


Frau S. und Herr B. trennen sich. Vorwürfe und Streit sind keine Basis für die gemeinsame Zukunft. Herr B. zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus, kommt vorübergehend bei einem Freund unter, der gemeinsame fünfjährige Sohn Lukas bleibt bei der Mutter wohnen. Enttäuschung, Wut und Unverständnis über den Partner bleiben bei beiden bestehen. Die Trennungssituation ist von einer aggressiven Grundstimmung der Eltern geprägt.
Lukas leidet sehr unter der Trennungssituationen. Er kann nachts nicht mehr gut schlafen, beginnt einzunässen und ist auch im Kindergarten unkonzentriert und gegenüber anderen Kindern zeigt er sich aggressiv und schlägt gleich zu. Es belastet ihn, dass sein Papa ihn nicht sehen darf. Er mag doch seine Eltern und möchte beide um sich haben.
Auch Herr B. möchte seinen Sohn regelmäßig sehen und sieht es nicht ein, dass er gegenüber seiner Ex-Partnerin klein bei geben soll. Lukas ist der Spielball für Beide geworden, sie benutzen Lukas, haben dadurch ein Ventil für ihre persönlichen Verletzungen und Enttäuschungen gefunden.
Das Jugendamt wird eingeschaltet und nach mehreren Gesprächen mit Frau S. und Herrn B. wird ein begleiteter Umgang zwischen Herrn B. und Lukas verbindlich vereinbart. Die Kontakte werden von einer Sozialpädagogin der Caritas im Familienzentrum begleitet. Lukas wird zum vereinbarten Zeitpunkt von seiner Mutter ins Familienzentrum gebracht. Dort empfängt die Mitarbeiterin Lukas. Herr B. kommt hinzu, beide können nun miteinander Zeit verbringen, spielen, reden und auch miteinander lachen. Am Ende des begleiteten Umgangs verabschiedet sich Lukas von seinem Vater und wird von seiner Mutter wieder im Familienzentrum abeholt.
Lukas tun diese Treffen mit seinem Vater sehr gut. nach einem halben Jahr sind beide Elternteile dazu in der Lage, regelmäßige Treffen von Lukas mit seinem Vater ohne sozialpädagogische Begleitung zu vereinbaren.