Caritas Allgäu

Migrations- und Asylsozialberatung

Der Caritasverband für die Diözese Augsburg e.V. bietet für die Stadt Kempten und den Landkreis Oberallgäu Migrations- und Asylsozialberatung an.

 

Nähere Informationen finden Sie unter:

http://www.caritas-augsburg.de/hilfeberatung/migrationsundfluechtlingsberatung/

 

Kontakt Migrationsberatung vor Ort

https://www.caritas-augsburg.de/hilfeberatung/migrationsundfluechtlingsberatung/migrationsberatung/

 

Kontakt Asylsozialberatung vor Ort

https://www.caritas-augsburg.de/hilfeberatung/migrationsundfluechtlingsberatung/beratungfuerfluechtlinge/

 

Den Menschen verstehen

Wie funktioniert das Leben in Deutschland? Wo kann ich deutsch lernen? Was genau steht in dem Brief von der Arbeitsagentur? Wird meine Berufsausbildung hier anerkannt? Wo beantrage ich finanzielle Unterstützung? Wie können meine Kinder nach Deutschland nachkommen? Wie bekomme ich eine Arbeitserlaubnis? Sehr unterschiedlich sind die Fragen der Menschen. Dabei ist es egal, ob sie neu in Deutschland sind oder schon lange hier leben. Die Migrationsberatung ist für sie alle eine Anlaufstelle.

Hände reichen

Die Anliegen der Menschen aus über 45 Herkunftsländern, die sich jedes Jahr an die Migrationsberatung des Caritasverbandes wenden, sind vielfältig. Gleichzeitig eint sie ihr Bedürfnis nach Orientierung und Anerkennung.

Frau S., eine junge Türkin, hat sich nach jahrelanger Ehe endlich von ihrem gewalttätigen Mann getrennt. Doch mit der Unabhängigkeit wächst die Überforderung mit der deutschen Bürokratie. Den Papierkram hatte sonst ihr Mann erledigt. Sie kommt in die Beratung. Gemeinsam gehen wir Schritt für Schritt die Dinge durch, die sie auf den Behörden klären muss. Darüber hinaus vermitteln wir ihr einen Termin bei der Stelle für Frauensozialarbeit. Weil sie noch immer sehr unter dem Druck ihres Ex-Mannes leidet, empfehlen wir Frau S. außerdem eine Selbsthilfegruppe für Opfer körperlicher Gewalt. Der Weg zu einem selbstbestimmten Leben als starke junge Frau ist nicht ganz leicht. Dabei hilft das dichte Netz aus Migrationsberatung, angeschlossenen Fachstellen, engagierten MigrantInnen, Behörden und Einheimischen. Das gibt nicht nur praktische Hilfestellung, sondern fängt in schwierigen Situationen auf, gibt Halt und Lebensmut.

Die Seele braucht eine Heimat

Nicht immer sind es konkret greifbare Anliegen, mit denen Menschen in die Beratung kommen. Vielmehr steht häufig die seelische Komponente im Vordergrund. Es sind Themen wie Vereinsamung im fremden Land, Schwierigkeiten beim verstehen der hiesigen Mentalität. Erleben von Diskriminierung oder Verzweiflung wegen eingeschränkter beruflicher Möglichkeiten, die zu einer immensen Belastung werden können. Bleiben diese Dinge unausgesprochen, wirken sie sich letztendlich integrationshemmend aus. Auch Frau S. ist einsam. Und sie leidet als konservativ erzogene Frau wegen der Trennung noch immer unter Schuldgefühlen. In der Migrationsberatung erfährt sie verständnisvolle Wertschätzung ohne Voreingenommenheit. Die Anerkennung der individuellen Persönlichkeit, Fähigkeiten und der biografischen Hintergründe. Diese Haltung schafft gegenseitiges Vertrauen und ist die Grundlage guter Zusammenarbeit. Und diese ist bei Frau S. sehr erfolgreich. Die junge Frau hat sich vorgenommen, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Nach vorne zu sehen. Jeden Tag ein  bisschen mehr Selbstvertrauen zu finden. Der Weg in einen Neustart ist geebnet.