Caritas Allgäu

Bahnhofsmission Kempten

Die Bahnhofsmission sind zentrale Knotenpunkte des sozialen Netzwerks. Sie helfen jedem, sofort, gratis und auch ohne Anmeldung - häufig zu Uhrzeiten, zu denen andere Hilfe kaum zu bekommen ist. Das tun sie seit weit über hundert Jahren und an derzeit fast hundert Standorten in Deutschland.

 

Unser Dienst für Sie:

  • Wir sind auf Reisen und in Notsituationen für Sie da.
  • Wir unterstützen Sie bei Verständigungsschwierigkeiten und geben Auskünfte.
  • Wir begleiten Sie beim Ein-, Aus- und Umsteigen, wenn Sie alleine nicht zurecht kommen.
  • Wir vermitteln an Beratungseinrichtungen und Fachdienste.
  • Wir helfen weiter, wenn Sie keinen Schlafplatz haben.
  • Wir haben ein offenes Ohr, wenn Sie etwas sehr bedrückt.
  • Wir bieten Ihnen Aufenthalt in unseren Räumen und eine kleine Erfrischung.
  • Wir sind da, wenn Sie am Bahnhof Kempten Hilfe benötigen.

 

Mehr Information über die Bahnhofsmission erhalten Sie hier.

Wenn einer eine Reise tut...

... dann kann er viel erzählen. Vor allem aber auch ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bahnhofsmission  Kempten: "Für den Dienstag waren vier behinderte Frauen bei uns angemeldet, die von Ulm nach Füssen fahren wollten. Ich hatte den Auftrag, ihnen beim Umsteigen behilflich zu sein. Noch bevor die Reisenden in Kempten ankamen, teilte mir die Bahnhofsmission Ulm mit, dass nur drei der Damen tatsächlich im Zug nach Kempten säßen. Die vierte Frau war unterwegs verloren gegangen! Im überfüllten Bahnhof hatte sie sich verlaufen. In der Zwischenzeit hätten sie die Kollegen jedoch wieder gefunden, so die Mitarbeiterin aus Ulm. Die anderen drei kamen also in Kempten an. Aufgelöst vor Beunruhigung weinten sie und waren sehr durcheinander. Als ich ihnen mitteilte, dass ihre Freundin eine Stunde später in Kempten ankommen würde, beruhigten sie sich jedoch schnell. Um die Wartezeit zu verkürzen und die erhitzen Gemüter ein wenig zu beruhigen, lud ich die drei in den Warteraum der Bahnhofsmission zu Kaffee und Gebäck ein, bis die Nachzüglerin in Kempten eintraf. Was für ein freudiges Hallo! Aber irgendwie schienen mir die Damen doch noch etwas nervös. Deshalb wollte ich ganz sicher gehen, dass sie an ihrem Zielort nicht alleine dastehen würden. So versuchte ich durch eine ganze Zahl von Telefonaten herauszufinden, wer die vier in Füssen am Bahnhof abholen sollte. Lange kein Erfolg. Bis endlich, kurz vor der Weiterfahrt, ein Anruf von der Lebenshilfe Kaufbeuren kam. Die Anruferin wusste von der Reise der Frauen und versprach, die Abholung in Füssen zu organisieren. Daraufhin brachte ich die vier zu ihrem Gleis und informierte auch die Zugbegleiterin über ihr Reiseziel mit der Bitte, ein Auge auf sie zu haben. Verspätet aber wohlbehalten saßen die Freundinnen schließlich in ihrem Zug nach Füssen. Dort wurden sie dank der spontanen Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe herzlich in Empfang genommen, so dass die Odyssee doch noch zu einem guten Ende kam.