Es gibt Momente, da möchte man sich einfach nicht allein wissen. Für jeden. Besonders wenn man spürt, dass die eigenen Kräfte nachlassen. Gerade Menschen fortgeschrittenen Alters mit körperlichen Beeinträchtigungen haben ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Weil Gesundheit eben nicht länger selbstverständlich ist.
Diesen Menschen ermöglicht der Hausnotruf der Sozialstation durch die 24-stündige Erreichbarkeit, auch weiterhin ein sicheres und selbstständiges Leben zuhause zu führen. Per Notrufsender, den der Kunde direkt am Körper trägt, kann im Notfall rund um die Uhr ein Angehöriger, Nachbar oder ein professioneller Helfer benachrichtigt werden.
Die Möglichkeiten der Anwendung sind vielfältig und von Kunde zu Kunde verschieden. Ebenso gleicht kein Einsatz dem anderen.
Sich in jeder Situation versorgt wissen
Donnerstagnacht. Frau P. löst den Notruf aus. Doch sie ist nicht über das Notrufgerät ansprechbar. Deshalb wird sofort eine Pflegefachkraft verständigt. Beim Eintreffen findet die einsatzhabende Schwester Frau P. in ihrem Badezimmer auf. Bewusstlos. Ein Notfall. Umgehend alarmiert sie einen Rettungswagen. Der Notarzt diagnostiziert kurze Zeit später einen Schlaganfall. Der schnelle Einsatz hat Frau P. jedoch vor Schlimmerem bewahrt.
Ein Fall, der zum Glück beim Hausnotruf nicht allzu oft vorkommt. Nicht jeder ausgelöste Alarm bedeutet gleich einen Rettungseinsatz.
So benötigt beispielsweise Herr U. lediglich ab und an Hilfe beim nächtlichen Toilettengang. In diesem Fall verständigen wir bei Auslösen des Notrufs zuerst dessen Sohn, der ihm bei Bedarf helfen kann. Das wurde im Vorfeld mit allen Beteiligten vereinbart. Ist der Sohn jedoch nicht zu erreichen, wird automatisch eine Pflegefachkraft angefordert. Die Einsatzhabende fährt dann umgehend zu Herrn U., um ihn entsprechend zu versorgen.
Vor allem also stellt der Hausnotruf sicher, dass in Situationen, in denen alte und kranke Menschen üblicherweise besonders anfällig und deshalb verunsichert sind, sofortige Hilfe bekommen. Bei Stürzen, akuten Beschwerden, nächtlichen Pflegemaßnahmen. Gerade dann, wenn keine andere Hilfe erreichbar ist: das Wissen, dass im Fall der Fälle immer jemand da ist, gibt ein beruhigendes Gefühl.