Caritas Allgäu

Schuldner- und Insolvenzberatung

Die Überschuldung privater Haushalte hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Eine Überschuldung liegt dann vor, wenn die monatlichen Gesamtausgaben höher sind als die monatlichen Einnahmen. Dadurch können Zahlungsverpflichtungen nicht mehr eingehalten werden und es kommt zu Zahlungsrückständen bei Vermietern, Energieunternehmen, Versandhandel, Versicherungen und Banken.

Wie kommt es zu Überschuldung?

  • Arbeitslosigkeit
  • Krankheit
  • Tod eines Partners
  • zu teurer Wohnraum
  • Zunahme des bargeldlosen Zahlungsverkehrs
  • Schwierigkeiten in der Haushaltsführung
  • Suchtproblematik, usw.

Wir beraten und unterstützen Sie...

... über ein mögliches Insolvenzverfahren
... im Umgang mit Gläubigern und Gerichtsvollziehern
... bei der Vorbereitung und Stellung eines Insolvenzantrages
... im Umgang mit Banken und Behörden

Die Insolvenzberatung ist für Sie kostenlos!

Hier gehts zur anonymen Onlineschuldnerberatung der Caritas

Ausweg und Neubeginn

Schulden belasten. Alle Beteiligten werden in einen Strudel gezogen, aus dem es nur schwer wieder ein Entrinnen gibt. Unter der Situation leiden Ehepartner wie Kinder. Das ganze Leben wird bestimmt durch Geld, das fehlt. Irgendwann sieht man kein Land mehr und gibt auf. Dass es erst gar nicht so weit kommt, dafür sorgt seit Jahren die Schuldnerberatung der Caritas.

Hilfreicher Blick von außen

Herr S. ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von sieben und neun Jahren. Eigentlich käme seine Familie mit den 1962 Euro, die er monatlich verdient, ganz gut über die Runden. Seine Ehefrau bezieht Arbeitslosengeld in Höhe von 470 Euro. Doch die Familie hat Schulden. Durch verschiedene große Anschaffungen in der letzten Zeit, die allesamt langsam unüberschaubar wurden.

Zunächst wendet sich Herr S. an die Beratungsstelle, weil er aufgrund einer Forderung von 34.000 Euro Unterstützung bei der Verhandlung mit einem Inkassounternehmen benötigt. Nach und nach kommt heraus, dass es noch weitere Gläubiger gibt. Eine unübersichtliche Lage. Dennoch will die Ehefrau durch Ratenzahlung die Schuld allmählich abtragen. Auch um den Preis, kaum Geld für den Lebensunterhalt übrig zu haben. Sie möchte es alleine schaffen. Deswegen stellt Herr S. die Beratung ein. Erst nach einigen Monaten sind beide Eheleute bereit, an einem Strang zu ziehen und den Schuldenberg systematisch anzugehen. Kein leichtes Unterfangen. Sowohl in die Wohnung als auch in die Unterlagen muss zunächst Ordnung gebracht werden. Da hilft der neutrale Blick von außen.

Harte Schnitte

Es folgen weitere Gespräche, in denen es darum geht, die brennendsten Probleme zu lösen. Das Ehepaar kann kleine Fortschritte verzeichnen. Jetzt ist genug Geld da, die Kinder ausreichend zu versorgen. Eine unumgängliche Voraussetzung dafür war, zunächst alle Ratenzahlungen einzustellen. Ein harter Schnitt, der Mut erfordert. Im Laufe der Beratung zeichnet sich ab, dass bei einer Schuldenhöhe von insgesamt 61.000 Euro nur ein privates Insolvenzverfahren die Lösung sein kann.
Dieser Weg mit allen seinen Konsequenzen ist kein leichter. Schließlich wird ein Schuldenbereinigungsplan erstellt und an alle Gläubiger versendet. Die Eheleute durchlaufen jetzt die sechsjährige „Wohlverhaltensperiode“ des privaten Insolvenzverfahrens. In dieser Zeit dürfen sie keine neuen Schulden machen. Am Ende steht dann die Restschuldbefreiung. Die Möglichkeit zum Neubeginn, auf den sich die ganze Familie schon jetzt sehnsüchtig freut.