Caritas Allgäu

Beratung für Migranten

Als zentraler Ansprechpartner, zur Begleitung im Integrationsprozess, steht die Caritas zur Verfügung. Gleichberechtigte Teilhabe am sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben soll das Ziel sein.

Unsere Hilfen für Sie:

  • allgemeine Sozialberatung
  • Verbesserung erhbelicher Integrationsdefizite
  • Erweiterung der Sprachkompetenz

Integration erweist sich als langwieriger wechselseitiger Prozess in dem sowohl die Ressourcen der Migranten und Migrantinnen als auch die Bereitschaft der Einheimischen zur Integration in gleicher Weise eingebunden sind, die sich bereits länger als drei Jahre in Deutschland aufhalten und deren Integration noch erhebliche Defizite aufweist und noch nicht abgeschlossen ist.

 

Den Menschen verstehen

Wie funktioniert das Leben in Deutschland? Wo kann ich deutsch lernen? Was genau steht in dem Brief von der Arbeitsagentur? Wird meine Berufsausbildung hier anerkannt? Wo beantrage ich finanzielle Unterstützung?

Neu im fremden Land. Die Sprache ist schwierig. Die Amtssprache noch viel mehr. Das Leben hier ist teuer. Aber es ist Leben. Ein neues Leben.

Hände reichen

Die Anliegen der Menschen aus über 30 Herkunftsländern, die sich jedes Jahr an die Migrationsberatung des Caritasverbandes wenden, sind vielfältig. Gleichzeitig eint sie ihr Bedürfnis nach Orientierung und Anerkennung.

Frau S., eine junge Türkin, hat sich nach jahrelanger Ehe endlich von ihrem gewalttätigen Mann getrennt. Doch mit der Unabhängigkeit wächst die Überforderung mit der deutschen Bürokratie. Den Papierkram hatte sonst ihr Mann erledigt. Sie kommt in die Beratung. Gemeinsam gehen wir Schritt für Schritt die Dinge durch, die sie auf den Behörden klären muss. Darüber hinaus vermitteln wir ihr einen Termin bei der Stelle für Frauensozialarbeit. Weil sie noch immer sehr unter dem Druck ihres Ex-Mannes leidet, empfehlen wir Frau S. außerdem eine Selbsthilfegruppe für Opfer körperlicher Gewalt. Der Weg zu einem selbstbestimmten Leben als starke junge Frau ist nicht ganz leicht. Dabei hilft das dichte Netz aus Migrationsberatung, angeschlossenen Fachstellen, engagierten MigrantInnen, Behörden und Einheimischen. Das gibt nicht nur praktische Hilfestellung, sondern fängt in schwierigen Situationen auf, gibt Halt und Lebensmut.

Die Seele braucht eine Heimat

Nicht immer sind es konkret greifbare Anliegen, mit denen Menschen in die Beratung kommen. Vielmehr steht häufig die seelische Komponente im Vordergrund. Zuwanderer leiden unter der Vereinsamung im fremden Land, erleben Diskriminierung in Alltag und Beruf. Bleiben diese Dinge unausgesprochen, führen sie zu immenser psychischer Belastung und wirken sich letztendlich integrationshemmend aus. Auch Frau S. ist einsam. Und sie leidet als konservativ erzogene Türkin wegen der Trennung noch immer unter Schuldgefühlen. In der Migrationsberatung erfährt sie verständnisvolle Wertschätzung ohne Voreingenommenheit. Die Anerkennung der individuellen Persönlichkeit, Fähigkeiten und biografischen Hintergründe. Denn hinter jedem Menschen steckt ein Schicksal. Diese Haltung schafft gegenseitiges Vertrauen und ist die Grundlage guter Zusammenarbeit. Die junge Frau hat sich vorgenommen, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Nach vorne zu sehen. Jeden Tag ein bisschen mehr Selbstvertrauen zu finden. Sich zu engagieren. Denn ein gutes Miteinander braucht mutige Menschen.